Kaum ein Mann ist noch nicht mit dem Begriff konfrontiert wurden: Metrosexualität.
Wen hat man da vor Augen? Als Erstes natürlich David Beckham, die personifizierte Metrosexualität. Da drängt sich natürlich der Gedanke auf ob Metrosexualität begehrenswert gefunden wird. Immerhin ist Fußballer David Beckham unumstritten Frauenschwarm und Sexgott.
Beschreiben wir mal Merkmale des metrosexuellen Mannes. Er hat nichts dagegen, aus den typischen Grenzen dessen, was “männlich” ist, auszubrechen. Zum Beispiel geht er zur Maniküre und schämt sich nicht dafür, vielleicht trägt er gerne Ringe, Ohrringe, Ketten oder auch eine Handtasche. Möglicherweise benutzt er Anti-Faltencremes, wachst sich Achseln / Beine / was auch immer oder aber benutzt Nagellack. Es lässt sich festhalten, dass metrosexuelle Männer Verhaltensweisen an den Tag legen, die spontan eher einem weiblichen Lebensstil oder dem eines Homosexuellen zugeordnet werden würden.
Vorzeige-Metrosexueller ist David Beckham
Von vielen “richtigen” Männern belächelt oder als Möchtegern-Schwuchtel bezeichnet, finden Metrosexuelle bei Frauen oftmals Anklang. Klar, endlich ein Mann der Verständnis dafür hat, wenn Frau sich ausgiebig stylt und beim Wort “Shopping” nicht das Würgen kriegt. Andererseits - wollen Frauen einen Mann, der morgens im Bad länger braucht als sie und sich regelmäßig mit ihrem Rasierer die Beine enthaart?
Es gibt keine ultimative Antwort auf diese Frage. Geschmäcker sind wirklich sehr verschieden, es gibt viele Frauen die es mögen, viele ziehen den “typischen Mann” vor. An die Herren: ob metrosexuell oder nicht, ist Ihre Entscheidung. Tun Sie, womit Sie sich am wohlsten fühlen. Denn wer glücklich mit sich ist, strahlt eine Menge Charisma aus.
Bruce Darnell ist den meisten ja sicher noch bekannt. In “Germany’s Next Topmodel” stolzierte er über den Laufsteg, gab Tipps zu Ausdruck, Posen und Gebärden und kritisierte fleißig an den Möchtegern-Nachwuchs-Models, die von einer großen Karriere im Blitzlicht träumten, herum.
Jetzt bekommt Darnell endlich seine eigene Sendung. Laufen soll das Ganze im Ersten Deutschen Fernsehen, und zwar dienstags bis freitags ab 18:55. Pünktlich nach Marienhof also. Sendestart ist heute, am 12. Februar.
Worum geht’s also in der Sendung mit dem super kreativen Titel “Bruce”? Darnell coacht zwanzig mit sich selbst unzufriedene Personen. Seine Lebensweisheiten und Stylingtipps sollen die Einstellung zu sich selbst und das Selbstbewusstsein der Kandidaten zu steigern. Ob die Menschheit so ein TV-Format braucht sei mal dahingestellt. Abzuwarten bleibt auf jeden Fall, ob der schrullige Darnell ausreicht, um der Show zu vernünftigen Quoten zu verhelfen.
Sicher dürfte dabei sein, dass uns unansehnliche Hüftschwünge und tuntig anmutende Auftritte nicht erspart bleiben, sind sie doch Darnells gern zur Schau getragenes Markenzeichen. Und ja, die heutige Presse- und Fernsehlandschaft kann Paradiesvögel immer gut gebrauchen, denn sie sorgen bei den unterschiedlichsten Altersgruppen für Gesprächsstoff und damit für Einschalt-Quoten und eine klingelnde Kasse. Ich für meinen Teil würde mir zwar wünschen, dass männliche Models sich auch bitte wie eben solche benehmen und nicht wie die Damen in der Mode-Welt. Aber bitte, jedem das Seine. Ich kann ja glücklicherweise einfach umschalten.
Die jährlichen “Miss Germany”-Wahlen sind allgemein bekannt. Auf nationaler Ebene wird gecastet und schließlich werden die qualifizierten Damen ins Rennen geschickt und stöckeln in verschiedenen Outfits über die Bühne - Heraus kommt dann die schönste Frau Deutschlands und geben tut es das Ganze bereits seit den 1920er Jahren.
Weniger bekannt ist die parallel dazu ablaufende Wahl zum “Mr. Germany” um die viel weniger öffentliches Theater stattfindet. Was im Übrigen nicht in Ordnung ist, wo bleibt denn da die Gleichberechtigung?
Sieger des Vorjahres wurde in jedem Fall ein Berliner - Philipp Holl ist sein Name und er ist 21 Jahre alt.
Ein richtiger Bilderbuch-Sexgott ist er ja nun nicht. Im Gegenteil, eigentlich erinnert er mich eher an die halbwegs schnuckeligen Jungs in der Nachbarschaft. Definitiv nicht unattraktiv, aber auch nicht so schön, dass ich weiche Knie bekomme. Aber die Meinung der Jury ist ja bekanntlich die, die zählt.
Selber weiß unser Mr. Germany noch nicht so richtig, wie es jetzt weitergeht. Mit Modeln vielleicht. Fest steht, dass er sich mit seinem Sieg in jedem Fall für die Teilnahme an der Wahl zum Mister World qualifiziert hat. Diese findet voraussichtlich im März 2008 statt.
Wir wünschen unserem Berlinger Jungchen bei diesem Wettbewerb natürlich alles Gute. Mal sehen, was dabei herauskommt. Wenn er neben seiner Optik auch noch mit dem ein oder anderen cleveren Kommentar punkten kann, dürften die Chancen gar nicht mal so schlecht stehen.